Psychotherapieverfahren

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (umgangssprachlich Kinderpsychologe)

Auf der Suche nach einer Therapie für ihr Kind werden Sie auf verschiedene Bezeichnungen, Richtungen, Verfahren und Berufe stoßen, wie beispielsweise Kinderpsychologe. Umgangsprachlich als Kinderpsychologen bezeichnet werden vielmehr Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP). Um Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut zu werden, muss man aktuell einen Master wie in Psychologie aufweisen und im Anschluss die Approbation als Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn absolvieren. Das bedeutet, dass Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten nach dem Studium der Psychologie o.ä. nochmals mindestens 3 Jahre eine Weiterbildung machen, um anschließend psychotherapeutisch tätig sein zu dürfen. Die Approbation ist die staatliche Anerkennung zur Ausübung des Berufes als Arzt oder Psychotherapeut.

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten haben sich von Beginn an auf die psychotherapeutische Behandlung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert. Psychologische Psychotherapeuten widerum meist auf die Behandlung von Erwachsenen. Manche Therapeuten für Erwachsene haben jedoch auch eine Zusatzqualifikation für die psychotherapeutische Behandlung von Kindern und Jugendlichen erworben. Psychotherapeuten verschreiben keine Medikamente.

Kinderpsychiater haben Medizin studiert und den Facharzt in Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie absolviert. Ihr Aufgabengebiet umfasst unter anderen die Diagnostik, Pharmakotherapie, Psychotherapie und vieles mehr.

 

Psychotherapieverfahren

Jeder anstrebende Therapeut entscheidet sich für ein Psychotherapieverfahren, welches er später ausüben möchte. Die Verhaltenstherapie ist eines von drei Richtlinienverfahren. Zu den Richtlinienverfahren zählen die analytische Psychotherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Verhaltenstherapie. Diese Therapieformen sind wissenschaftlich anerkannt, ebenso wie die Familientherapie und die Gesprächspsychotherapie. Die Verhaltenstherapie kann bei psychischen Erkrankungen, aber auch bei Verhaltensauffälligkeiten, Konflikten in der Familie oder in der Schule und bei vielen weiteren Symptomen eine professionelle Hilfe bieten.